Brustverkleinerung – Ursachen, Gründe und Methoden

Methoden und Risiken einer Brustverkleinerung

Mal ganz ehrlich, wer ist schon immer so richtig zufrieden mit seinem Körper? Das können wohl die wenigsten von sich behaupten. Und manchmal hat das nicht nur optische Gründe. Frauen mit beispielsweise sehr großer Oberweite können auch physisch und psychisch unter einem großen Busen leiden.

Ein einmaliger Eingriff kann da Linderung verschaffen. Es gibt also eine Vielzahl von Gründen, die eine solche Behandlung durch eine Fachchirurgin oder einen Facharzt sinnvoll erscheinen lassen.

Ursache für eine sehr große Brust

Es gibt eigentlich nur drei Gründe, warum der Busen zu einer ungewünschten Größe anwachsen kann:

  • Die Gene, also eine angeborene große Brust.
  • Ungezügelte Essen, also allgemeine Gewichtszunahme.
  • Die Menopause, also die hormonelle Umstellung in der Mitte des Lebens.

Mit Ausnahme der zweiten Ursache, können Frauen von sich aus eigentlich keinen Einfluss nehmen. Und selbst wenn nach einer Gewichtszunahme durch eine strikte Diät wieder ein Normalgewicht erzielt wurde, entspricht der Busen dann nicht meist nicht mehr dem persönlichen Idealbild.

Gründe für eine Brustverkleinerung

Den ersten Grund haben wir schon gerade am Ende des letzten Kapitels kurz angerissen. Wer sich in Sachen Kalorien mal hat gehenlassen, der weiß wie schwierig es ist, wieder zur Topfigur zurück zu finden. Das gilt übrigens auch für Männer, für die ein Eingriff bei einem ästhetischen Chirurgen oftmals auch die einzige Chance ist, wieder zum gewünschten Oberkörper zu gelangen (wenn nicht ohnehin eine zu behandelnde Gynäkomastie vorliegt).

Denn selbst wenn das Idealgewicht tatsächlich erreicht wurde, sieht der Body meist doch nicht wieder so aus wie zuvor. Gezielter Sport während der Diät kann da einiges bewirken, aber eben nur einiges.

Ein kleinerer Busen und die Traumfigur

Die eigene Traumfigur ist oft nicht ohne OP zu erreichen

Zweiter Grund: Frauen mit besonders großer Oberweite leiden! Das sind häufig richtig körperliche Schmerzen und zwar schon von Jugend an. Wir wollen jetzt hier bestimmt nicht dazu raten, dass sich junge Frauen, die sich möglicherweise noch in der Entwicklung befinden, einer Brustverkleinerung unterziehen sollen. Nein, das ganz bestimmt nicht, schließlich sollte der Körperbau vor einer solchen Behandlung wirklich abgeschlossen sein.

Aber es macht deutlich, wie lange Frauen unter einem zu großen Busen leiden können – unter Nackenverspannungen, Wirbelsäulenveränderungen, Haltungsschäden, Kopfschmerzen oder den Belastungen den schweren BH zu tragen, dessen Träger in die Haut schneiden.

Ditter Grund: Nicht optisch auszumachen, aber ganz sicher nicht minder belastend, sind die häufigen psychischen Auswirkungen. Das fängt schon im Mädchenalter an, wenn der Busen früher als bei den Schulkameradinnen wächst und dann auch einfach nicht mehr aufhört mit dem Wachstum. Das sind psychische Belastungen, die die Frauen dann neben dem tatsächlichen Gewicht über Jahre oder sogar Jahrzehnte mit sich herumschleppen.

Methoden der Brustverkleinerung

Je nach Form des Busens sind verschiedene Methoden der Brustverkleinerung möglich, die sich am deutlichsten durch die Schnitttechnik unterscheiden. Routinierte Chirurginnen und Chirurgen raten außerdem zu einer ergänzenden Fettabsaugung im Brustbereich, wodurch der neue Busen auch individuell geformt werden kann. Außerdem wird so einer ungewünschten Brustverbreiterung vorgebeugt. Die fünf gängigsten Techniken im Einzelnen:

Brustverkleinerung OP-Methode nach Hall-Findlay:

Bei dieser Methode der kanadischen Ärztin bekommt der Brustwarze eine besondere Bedeutung zu. Der Schnitt erfolgt rund um den erweiterten Warzenhof und führt dann nach unten. Das besondere Vorteil: Die Brustwarze, die der neuen Form des Busens angepasst und dementsprechend versetzt werden muss, bleibt weiterhin mit der Brustdrüse verbunden. Dies ist ein in Deutschland noch recht selten angewandtes Verfahren, das nur einige Fachchirurgen, wie die Münchnerin Dr. Svenja Giessler, anbieten.

Brustverkleinerung OP-Methode nach Lejour:

Dieses Verfahren ist dem von Hall-Findlay sehr ähnlich, da auch hier nur ein Schnitt vom Warzenhof und dann nach unten erfolgt. Dementsprechend ist die Narbe kleiner als in den Fällen, wo auch noch ein Querschnitt in der Brustfalte vorgenommen wird.

Brustverkleinerung OP-Methode nach Strömbeck:

Diese Methode, die auch als T-Technik bekannt ist, wird bei besonders großen, hängenden Brüsten angewendet. Der Schnitt erfolgt von der Brustwarze bis zur Falte und dann quer zur Brustfalte. Die Form des Schnitts und der Narbe erinnern an ein umgekehrtes „T“ oder einen Anker.

Die L-Methode:

Dieses Verfahren ist eigentlich eine Variation der T-Methode. Der Unterschied besteht darin, dass der Schnitt in der Brustfalte nur in eine Richtung erfolgt.

Brustverkleinerung OP-Methode nach Benelli:

Der Schnitt wird nur rund um die Brustwarze ausgeführt. Entsprechend der kleinen Öffnung, mit sehr kleiner Narbe, kann nicht soviel Gewebe entnommen werden. Die Technik eignet sich also besonders für kleinere Eingriffe.